Geprüft/aktualisiert: · Quellen (6) · redaktionell recherchiert
Kurzantwort
UKW-Sender liegen zwischen 87,5 und 108,0 MHz. Suchen Sie die Frequenz Ihres Senders auf dessen Webseite, stellen Sie den UKW-Bereich ein, stimmen Sie Skala oder Anzeige grob und dann fein auf diese Frequenz ab oder starten Sie den Suchlauf und speichern Sie den Sender.
Diese Anleitung gehört zum Bereich Empfang des Kurbelradio-Ratgebers. Ein Kurbelradio ist ein einfaches Gerät, doch gerade die Abstimmung wirft bei vielen Fragen auf. Das liegt daran, dass Radios so unterschiedlich bedient werden: Das eine hat ein Rad mit Zeiger, das andere Tasten mit digitaler Anzeige, das dritte beides. Diese Seite erklärt die gemeinsame Logik dahinter. Konkrete Tasten, Bezeichnungen und Abläufe sind geräteabhängig und stehen in der Betriebsanleitung. Falls Sie Probleme mit dem Empfang selbst haben, finden Sie Hilfe in Kurbelradio ohne Empfang? So verbessern Sie den Empfang.
Die Betriebsanleitung Ihres Geräts geht vor. Bewegen Sie Antenne, Abstimmrad und Kurbel ohne Gewalt. Öffnen Sie das Gerät nicht, auch nicht, wenn Abstimmung oder Anzeige Probleme machen.
UKW kurz erklärt: das Band zwischen 87,5 und 108,0 MHz
UKW steht für Ultrakurzwelle. Der UKW-Rundfunk arbeitet laut Bundesnetzagentur im Bereich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz. Die Sender sind frequenzmoduliert, das heißt, die Information steckt in kleinen Schwankungen der Sendefrequenz. Auf den Geräten steht dafür häufig „FM“. Die Einheit MHz steht für Megahertz; die Zahlen auf der Skala sind also Frequenzen, auf die das Radio abgestimmt wird. Ein Sender hat eine bestimmte Frequenz, und der Empfänger muss sie einstellen, um ihn zu hören. Die Zahlen haben eine Nachkommastelle, etwa „87,5“ am unteren und „108,0“ am oberen Ende des Bands.
Wichtig für die Praxis: Welche Frequenz für Ihren Ort gilt, nennt der Sender selbst. Deshalb nennen wir hier keine Senderfrequenzen und keine Senderlisten, sondern zeigen, wie Sie sie selbst herausfinden. Auch zur Reichweite eines Senders oder zum Klang im Vergleich zu anderen Verfahren machen wir keine Angaben, weil wir dafür keine belastbare Quelle haben.
Die Skala oben auf dieser Seite zeigt den Bereich von 87,5 bis 108 MHz. Sie ist ein Sinnbild: Der Zeiger steht rein dekorativ an einer festen Stelle und bedeutet nichts für den Empfang, ebenso wie die Zahlen in der Seitenübersicht. Auf einem echten Gerät bewegt sich der Zeiger mit der Abstimmung.
Skala lesen: Zeiger, Striche und Digitalanzeige
Es gibt zwei Bauformen, die Sie bei Kurbelradios häufig finden. Bei der Zeigerskala verläuft eine Linie mit Zahlen waagerecht über das Gehäuse, und ein Zeiger zeigt die eingestellte Frequenz. Die Zahlen sind meist in größeren Abständen beschriftet, dazwischen liegen Striche, die kleinere Schritte markieren. Wie fein die Striche sind, hängt vom Gerät ab. Wer den Zeiger auf einen Strich stellt, hat die Frequenz nur ungefähr getroffen; die genaue Einstellung entscheidet am Ende das Gehör, nicht das Auge. Bei der Digitalanzeige steht die Frequenz als Zahl im Display, meist mit der Einheit MHz. Dort ist das Ablesen einfach, dafür hängt die Bedienung von Tasten oder einem Drehgeber ab.
Ein häufiger Fehler beim Lesen: Man liest die Skala wie ein Lineal und erwartet an jeder Stelle einen Sender. Das Band ist aber nur an den Stellen belegt, an denen tatsächlich gesendet wird. Dazwischen hören Sie Rauschen. Das ist normal. Ein Sender ist erst dann eingestellt, wenn Sie ihn klar hören, nicht schon dann, wenn der Zeiger an der richtigen Zahl steht.
Ein zweiter Fehler: Skala und Betriebsart verwechseln. Viele Kurbelradios haben mehrere Bänder (etwa FM, AM oder SW) und deshalb mehrere Skalen oder mehrere Zahlenreihen. Wenn Sie die falsche Reihe lesen, stimmt der Zeiger nicht mit Ihrer Frequenz überein. Prüfen Sie daher zuerst, welches Band eingestellt ist. Bei einem Radio mit Digitalanzeige wird das Band meist angezeigt; bei einem Gerät mit Zeigerskala hilft ein Blick auf die Einheit am Rand der Skala.
UKW-Sender einstellen: Schritt für Schritt
Die folgenden Schritte sind allgemein gehalten und nicht an einen Hersteller gebunden; Bezeichnungen und Reihenfolge einzelner Tasten können je nach Gerät abweichen. Nehmen Sie sich für den ersten Durchgang Zeit und üben Sie einmal in Ruhe, damit Sie im Ernstfall nicht suchen müssen. Mit etwas Übung gelingt die Einstellung schnell.
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Gerät einschalten und UKW wählen
Schalten Sie das Radio ein und wählen Sie den UKW-Bereich. Auf vielen Geräten heißt er „FM“, bei Geräten mit mehreren Bändern gibt es dafür einen Bandschalter oder eine Bandtaste. Bei Geräten mit digitaler Anzeige erscheint dann ein Wert in MHz, bei Geräten mit Zeigerskala wandert der Zeiger über die UKW-Skala.
Warum · UKW ist der analoge Rundfunk im Bereich von 87,5 bis 108,0 MHz. Wer ein anderes Band eingestellt hat, findet dort keine UKW-Sender.
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Antenne ausziehen
Ziehen Sie, falls vorhanden, die Teleskopantenne vollständig aus und stellen Sie sie annähernd senkrecht. Bewegen Sie sie langsam und ohne Gewalt. Bei Geräten ohne ausziehbare Antenne dreht man stattdessen das ganze Radio.
Warum · Die Antenne nimmt das Sendesignal auf; wie Sie den Empfang weiter verbessern können, steht in einem eigenen Ratgeber.
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Den lokalen Sender herausfinden
Suchen Sie auf der Webseite Ihres Senders oder in dessen Senderliste die Frequenz heraus, die für Ihren Ort angegeben ist, und notieren Sie sie mit einer Nachkommastelle, zum Beispiel in der Form „xx,x MHz“. Verlassen Sie sich nicht auf Werte aus dem Gedächtnis oder von anderen Orten.
Warum · Welche Frequenz für Ihren Ort gilt, nennt der Sender selbst; das ist die verlässliche Quelle.
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Skala lesen und grob einstellen
Drehen Sie am Abstimmrad oder drücken Sie die Abstimmtasten, bis Zeiger oder Anzeige in der Nähe der notierten Frequenz stehen. Bei einer Zeigerskala suchen Sie zuerst die beschrifteten Zahlen und die Striche dazwischen, bei einer Digitalanzeige lesen Sie den Wert direkt ab.
Warum · Zuerst die Richtung klären, dann fein einstellen: So müssen Sie nicht über das ganze Band suchen.
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Fein abstimmen
Drehen Sie nun sehr langsam, bis Rauschen und Knacken verschwinden und der Klang am deutlichsten ist. Wenn das Gerät einen separaten Regler oder eine Taste für die Feinabstimmung hat, nutzen Sie diese. Wie das bei Ihrem Gerät heißt und funktioniert, steht in der Betriebsanleitung.
Warum · Bereits kleine Abweichungen vom Sendewert können hörbar sein. Die Feinabstimmung gleicht sie aus.
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Alternativ: Suchlauf starten
Viele Geräte haben einen Suchlauf, der automatisch zum nächsten Sender springt. Starten Sie ihn mit der entsprechenden Taste und lassen Sie das Gerät in Ruhe arbeiten. Hält der Suchlauf bei einem Sender an, vergleichen Sie die angezeigte Frequenz mit Ihrer Notiz.
Warum · Der Suchlauf spart Zeit, hält aber auch bei schwachen Sendern. Die Notiz aus Schritt 3 zeigt, ob es der gewünschte ist. Ob und wie Ihr Gerät einen Suchlauf bietet, ist geräteabhängig.
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Sender speichern und prüfen
Halten Sie bei Geräten mit Senderspeicher die gewünschte Speichertaste gedrückt, bis das Gerät die Speicherung bestätigt, oder gehen Sie vor, wie es die Betriebsanleitung beschreibt. Schalten Sie danach auf einen anderen Sender und rufen Sie den gespeicherten Platz zur Probe auf.
Warum · Mit gespeicherten Sendern müssen Sie im Ernstfall nicht suchen. Die Probe zeigt, ob die Speicherung geklappt hat.
AchtungÖffnen Sie das Gerät nicht, auch nicht, wenn die Abstimmung kratzt oder hakt. Wenden Sie sich bei Defekten an Hersteller oder Verkäufer.
Bedienelemente: Wie sie heißen und was sie tun
Die Hersteller benennen dieselben Funktionen unterschiedlich. Die Tabelle ordnet die gängigen Begriffe zu. Wie die Elemente bei Ihrem Gerät heißen und funktionieren, steht in der Betriebsanleitung.
| Element | Aufgabe | Hinweis |
|---|---|---|
| Bandschalter bzw. Bandtaste | Wechselt zwischen den Empfangsbereichen, etwa UKW/FM und anderen Bändern | Zuerst prüfen, wenn Sender fehlen |
| Abstimmrad oder Abstimmtasten | Stellt die Frequenz ein, bei Zeigerskala durch Drehen, bei Digitalanzeige oft in kleinen Schritten per Tastendruck | Langsam bewegen |
| Feinabstimmung | Korrigiert die Einstellung in kleinen Schritten | Nicht jedes Gerät hat einen eigenen Regler |
| Suchlauf (Scan) | Sucht selbstständig den nächsten empfangbaren Sender | Hält auch bei schwachen Sendern an |
| Speichertasten | Legen Sender auf Speicherplätzen ab und rufen sie wieder auf | Ob und wie viele, ist geräteabhängig |
| Teleskopantenne | Verbessert in manchen Fällen den Empfang | Ausziehen, neigen und drehen |
Den lokalen Sender zuverlässig finden
Die Frequenz Ihres Senders erfahren Sie zuverlässig über die Webseite des Senders. Dort steht in der Regel eine Liste der Frequenzen nach Standorten, oft unter Begriffen wie „Empfang“ oder „Frequenzen“. Notieren Sie den Wert für Ihren Ort. Sollte die Webseite mehrere Angaben für die Region nennen, probieren Sie nacheinander aus, welche bei Ihnen am klarsten ankommt. Auf eigene Frequenzlisten verzichten wir bewusst: Sie wären schnell veraltet und für Ihren Standort womöglich falsch.
Sendersuchlauf und Speicher im Alltag
Suchlauf und Senderspeicher sind Komfortfunktionen. Welche Ihr Gerät hat, steht in der Betriebsanleitung. Wenn Ihr Radio Speicherplätze hat, lohnt es sich, zwei oder drei Sender zu hinterlegen, die Sie im Ernstfall hören wollen, und das auf einem Zettel zu notieren, der beim Gerät liegt. Sehen Sie den Zettel gelegentlich durch und gleichen Sie ihn mit der Webseite des Senders ab. Lesen Sie zu den Hintergründen auch Radio bei Stromausfall: Ein Radio ist ein zusätzlicher Weg neben Warn-App, Cell Broadcast und Sirenen – kein Ersatz. Es kann auch dann Informationen liefern, wenn Mobilfunk und Internet gestört sind, vorausgesetzt der Sender sendet und das Gerät hat Strom.
Wenn kein Sender kommt: Diagnose in kurzen Schritten
Bleibt es beim Rauschen, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor. Erstens: Ist wirklich UKW/FM eingestellt? Zweitens: Ist die Frequenz richtig notiert und der Zeiger nicht auf einer anderen Zahlenreihe? Drittens: Ist die Antenne ausgezogen und der Platz günstig, zum Beispiel am Fenster? Viertens: Stört etwas in der Nähe, etwa eine LED-Leuchte oder ein Netzteil? Die letzten beiden Punkte erklärt der Ratgeber zum Empfang ausführlich. Fünftens: Ist das Gerät ausreichend geladen? Lässt es sich nicht einschalten oder bricht der Ton ab, liegt das nicht an der Abstimmung, sondern an der Stromversorgung; dann hilft Kurbelradio lädt nicht.
Wenn Skala oder Abstimmrad hakt, kratzt oder die Anzeige fehlerhaft ist, handelt es sich vermutlich um ein Gerätethema. Wenden Sie sich an den Hersteller oder Verkäufer und beschreiben Sie, was Sie beobachtet haben. Öffnen Sie das Gerät nicht, auch nicht zum Reinigen der Kontakte. Das ist Sache des Herstellers.
UKW und DAB+: was Sie wissen sollten
Manche Kurbelradios nennen im Titel neben UKW auch DAB+. DAB+ ist laut dabplus.de digital-terrestrisches Radio, bei dem mehrere Programme auf einem Frequenzblock verbreitet werden. Bei der Inbetriebnahme startet ein DAB+-Gerät automatisch einen Sendersuchlauf, der später wiederholt werden kann. Solche Geräte empfangen laut dabplus.de weiterhin auch UKW; die Schritte dieser Seite gelten für den UKW-Betrieb solcher Geräte ebenso. Mehr zu den Unterschieden finden Sie in DAB+ oder UKW im Notfallradio? und im Glossar.
Eine häufig gestellte Frage lautet, ob UKW bald abgeschaltet wird und das Einstellen sich dann nicht mehr lohnt. Hier gilt, was wir aus den Quellen belegen können: Ein bundesweites Datum für das Ende von UKW gibt es nach Angaben von Digitalradio Deutschland (dabplus.de) nicht; die Verbraucherzentrale spricht von bisher nur vereinzelten Abschaltplänen. Regional ist der Umstieg aber im Gang: In Schleswig-Holstein haben sich Sender, Landesregierung und Landesmedienanstalt laut Landesregierung darauf verständigt, die UKW-Verbreitung von 2025 bis 2031 schrittweise zu beenden; der Parallelbetrieb soll dort bis Mitte 2031 auslaufen. Der MDR hat laut dabplus.de zum 1. September 2026 zehn leistungsschwache UKW-Frequenzen an sechs Standorten dauerhaft abgeschaltet. Prüfen Sie den Stand für Ihre Region beim jeweiligen Sender. (Stand: 15.10.2026) Und: Wenn Ihr UKW-Radio noch funktioniert, können Sie es laut Verbraucherzentrale weiterhin nutzen.
Ihre Sender festhalten
Zum Schluss ein praktischer Tipp: Legen Sie sich eine kleine Karte an, die neben dem Radio liegt. Sie müssen nichts auswendig lernen und können sich auch im Dunkeln darauf verlassen, dass die Angaben stimmen, wenn Sie sie einmal geprüft haben.
Meine Sender: Karte zum Ausdrucken
Zum Ausdrucken: Strg + P (Windows) bzw. ⌘ + P (Mac). Die Druckansicht zeigt die Liste schwarz auf weiß mit Kästchen.
- Mein Lokalsender 1 (Name) und seine Frequenz laut Webseite des Senders: ______ MHz
- Mein Lokalsender 2 (Name) und seine Frequenz laut Webseite des Senders: ______ MHz
- Gespeichert auf Platz ____ (falls das Gerät Speicherplätze hat).
- Probe durchgeführt am: ______ ; Antenne ausgezogen, Standort: ______
- Betriebsanleitung liegt beim Gerät; Bandschalter steht auf UKW/FM.
Diese Seite enthält allgemeine Informationen. Sie ersetzt weder die Betriebsanleitung Ihres Geräts noch die Empfehlungen und Warnmeldungen der zuständigen Behörden oder den Rat einer Fachstelle. Eine Gewähr übernehmen wir nicht; im Zweifel wenden Sie sich an den Hersteller oder eine Fachstelle.
Quellen und Stand
Geprüft/aktualisiert: 15.10.2026· Quellen (6)· redaktionell recherchiert, keine Produkttests
- FAQ (UKW-Frequenzbereich, Ablösung durch DAB) – Bundesnetzagentur (abgerufen 15.10.2026)
- Häufige Fragen zu DAB+ (Sendersuchlauf, UKW im Digitalradio) – Digitalradio Deutschland (dabplus.de) (abgerufen 15.10.2026)
- DAB+-Pflicht: Das gilt für Radios im Auto und Zuhause (Stand der Seite 28.07.2026) – Verbraucherzentrale (abgerufen 15.10.2026)
- Digitalradio (Schleswig-Holstein) – Landesregierung Schleswig-Holstein (abgerufen 15.10.2026)
- DAB+ in Sachsen und Thüringen: MDR stellt regional auf rein digitale Radioverbreitung um (05.08.2026) – Digitalradio Deutschland (dabplus.de) (abgerufen 15.10.2026)
- Betriebsanleitung des jeweiligen Geräts (Bedienelemente, Suchlauf, Senderspeicher) – Hersteller